Ueber uns

"Ein Mensch in einer Krise hat Angst; es ist unsere Aufgabe, ihn dahin zu bringen, daß er diese Angst nicht z.B. in Aggressivität oder Suizidalität abwehrt, sonder lernt auf die Hinweise zu hören, die seine Angst ihm signalisiert. Genauso ist es unsere Angst, die wir als Krisen-Partner empfinden, auf die wir zu hören haben, da sie uns den richtigen Weg zur Problemlösung weist."

(Klaus Dörner, 1993, Basis-Informationen für den Krisendienst Gütersloh)






Seit dem 01.07.1993 ist der Krisendienst mit seinen ca. 40 ehrenamtlichen Helfern für Menschen in psychosozialen Krisen im Einsatz.

Die Hilfe erfolgt immer dann, wenn andere Hilfsmöglichkeiten, Beratungsstellen und ambulante Dienste geschlossen haben.

Die Helfer sind jede Nacht von 19.00 Uhr - 7.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen 24 Stunden im Einsatz.

Es befinden sich immer zwei Mitarbeiter gleichzeitig im Dienst.
Die fachliche Qualifikation begründet sich darin, dass alle Helfer hauptberuflich in psychosozialen Arbeitsfeldern tätig sind (unterschiedliche ambulante Betreuungsdienste, LWL-Klinikum, Wertkreis, stationäre Rehabilitationseinrichtungen, psychotherapeutisches Setting und in der Pflege und Pflegeberatung).

Im Jahr 2012 wurde der Krisendienst Kreis Gütersloh fast 2010 mal in Anspruch genommen.
Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel telefonisch, zumeist von Betroffenen selbst, aber auch aus deren Umfeld (Angehörige, Freunde, Nachbarn) und von Institutionen wie Polizei, Feuerwehr, ärztl. Notdiensten, Niedergelassenen Ärzten, Kliniken oder Pflegediensten und -einrichtungen.

In den meisten Fällen kann den Anrufern durch eine telefonische Beratung und ein entlastendes Gespräche weitergeholfen werden. Bei schwerwiegenderen Krisen werden Hausbesuche durchgeführt und Einweisungen in die psychiatrische Klinik (LWL-Klinikum Gütersloh) unterstützend begleitet.

Der Krisendienst arbeitet niederschwellig, Ratsuchende dürfen in allen individuell als Krise empfundenen Situationen anrufen. Auf Wunsch erfolgt die Beratung anonym. Das Spektrum der Krisen und somit auch der Beratungstätigkeiten ist breit. So können psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen, bipolare Störungen oder eine Borderline-Störung Anlass zur Kontaktaufnahme sein, aber auch depressive Verstimmungen, Angsterkrankungen, suizidale Krisen oder auch Krisen auf Grund von Pflegebedarf oder der Pflege von Angehörigen sowie Trennungs- und Partnerschaftskonflikte, familiäre Konfliktsituationen oder Generationenkonflikte. Als weiterführende Hilfe wird der Anrufer auch über reguläre Hilfs- und Beratungsangebote informiert.



Die Finanzierung des Krisendienst erfolgt im Wesentlichen über den Kreis Gütersloh im Rahmen eines Kooperationsvertrages.





Darüber hinaus sind wir auf Förderungen angewiesen.



Ansprechpersonen:
Elfriede Strutz - 1. Vorsitzende des Vereins
Diana Riedel - 1. Stellvertr. Vorsitzende des Vereins